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Das Permanent Portfolio

Harry Brownes Aufteilung in vier gleiche Teile – je 25 % Aktien, langlaufende Anleihen, Gold und Cash –, darauf ausgelegt, in jeder Wirtschaftslage ruhig zu bleiben, und mit fast keinem Pflegeaufwand.

Die Aufteilung

Aktien 25 %
Langlaufende Anleihen 25 %
Gold 25 %
Cash 25 %

Vier Viertel – mehr ist es nicht. Das Geniale steckt im Warum: Jede der vier Anlagen ist so gewählt, dass sie in einer anderen Wirtschaftslage gut abschneidet. Was auch immer an den Märkten passiert: Ein oder zwei Bausteine halten immer dagegen.

Ein Baustein für jede Wirtschaftslage

Harry Brownes Grundgedanke: Die Wirtschaft befindet sich immer in einem von vier groben Zuständen, und in jedem liegt eine andere Anlage vorn:

Wohlstand → Aktien sorgen für den Großteil der Gewinne.
Inflation → Gold behält seinen Wert, wenn das Geld ihn verliert.
Deflation → langlaufende Staatsanleihen steigen kräftig, weil die Zinsen fallen.
Rezession / knappes Geld → Cash bleibt sicher und erlaubt Käufe nach Kursrückgängen.

Du musst nie raten, in welchem Zustand die Wirtschaft gerade ist – du hältst alle vier immer und stellst einfach wieder je 25 % her, wenn ein Baustein abweicht.

Beispiel-ETFs

Günstige ETFs, die jedes Viertel abdecken, für Anlegerinnen und Anleger in den USA und in Europa (UCITS). Für Gold gibt es in Europa keinen UCITS-Fonds; XGDU ist ein ETC (eine mit physischem Gold besicherte Schuldverschreibung). Das sind Beispiele, keine Empfehlungen.

AnlageklasseGewichtUS-ETFEuropa (UCITS)
US-Aktien (S&P 500)25 %VOOSXR8 IE00B5BMR087
Langlaufende Staatsanleihen25 %TLTIBGL IE00B1FZS913
Gold25 %IAUXGDU DE000A2T0VU5
Cash / Geldmarkt25 %SGOVXEON LU0290358497

Wer war Harry Browne?

Harry Browne war ein amerikanischer Investmentautor und Verfechter freier Märkte, der das Permanent Portfolio in seinen Büchern der 1980er-Jahre beschrieb. Sein Ansatz war radikale Einfachheit: Die meisten verlieren beim Versuch, die Märkte vorherzusagen, Geld – also stell eine Aufteilung zusammen, die ohne Prognose auskommt, richte sie ein und kümmere dich um dein Leben. Jahrzehnte später ist sie noch immer beliebt bei allen, denen ruhiger Schlaf wichtiger ist als der letzte Prozentpunkt Rendite.

Was du erwarten kannst

Das Permanent Portfolio ist eine Strategie, bei der der Kapitalerhalt an erster Stelle steht. Die Renditen sind bescheiden, aber der Verlauf ist bemerkenswert ruhig, mit geringen Rückschlägen selbst in schlechten Jahren. Diese Ruhe hat allerdings ihren Preis: Mit einem Viertel Cash und einem Viertel Gold bleibt es in Bullenmärkten deutlich hinter einem aktienlastigen Portfolio zurück. Wer maximales langfristiges Wachstum will, ist hier falsch; wer Crashs verschlafen möchte, findet kaum etwas Einfacheres.

Permanent Portfolio und All-Weather im Vergleich

Die beiden werden oft in einem Atemzug genannt, und das zu Recht – beide verteilen das Risiko auf verschiedene Wirtschaftslagen, statt auf eine zu wetten. Die Unterschiede:

Grenzen

Häufige Fragen

Was ist das Permanent Portfolio?
Das Permanent Portfolio ist eine einfache, feste Vermögensaufteilung, die der Investmentautor Harry Browne in den 1980er-Jahren entworfen hat. Es teilt das Geld zu gleichen Teilen auf vier Anlagen auf – 25 % Aktien, 25 % langlaufende Staatsanleihen, 25 % Gold und 25 % Cash. Jedes Viertel soll in einer bestimmten Wirtschaftslage glänzen, sodass das Portfolio als Ganzes bei Wohlstand, Inflation, Deflation und Rezession ruhig bleibt.
Wie ist das Permanent Portfolio aufgeteilt?
Je 25 % in vier Anlagen: Aktien (Wohlstand), langlaufende Staatsanleihen (Deflation), Gold (Inflation) und Cash oder kurzlaufende Staatsanleihen (Rezession und knappes Geld). Weicht ein Baustein weit vom Ziel ab, stellst du einfach wieder je 25 % her.
Welche Rendite bringt das Permanent Portfolio?
Es setzt auf Stabilität statt Wachstum. Die Renditen sind deshalb bescheiden, dafür schwankt es ungewöhnlich wenig, und Rückschläge fallen gering aus. Mit 25 % Cash und 25 % Gold bleibt es in Bullenmärkten hinter einem aktienlastigen Portfolio zurück; das ist der Preis für sein ruhiges Verhalten.
Was unterscheidet das Permanent Portfolio vom All-Weather-Portfolio?
Beide verteilen das Risiko auf verschiedene Wirtschaftslagen, aber das Permanent Portfolio ist einfacher: vier gleiche Anteile von 25 %, darunter viel Cash, und keine Rohstoffe. Ray Dalios All-Weather-Portfolio hält kein Cash, setzt viel stärker auf langlaufende Anleihen (rund 40 %), verteilt seine Anleihen auf verschiedene Laufzeiten und hat zusätzlich einen Rohstoffanteil. Das Permanent Portfolio ist leichter zu führen, All-Weather feiner abgestimmt.
Welche Nachteile hat das Permanent Portfolio?
Je ein Viertel Cash und Gold bremsen in langen Aktien-Bullenmärkten stark, sodass es jahrelang deutlich hinter einem Wachstumsportfolio zurückbleiben kann. Der Anteil langlaufender Anleihen reagiert empfindlich auf steigende Zinsen, und Gold bringt keine laufenden Erträge und kann ein Jahrzehnt lang auf der Stelle treten. Es ist eine Strategie für Kapitalerhalt und einen ruhigen Verlauf, nicht für maximales langfristiges Wachstum.

Das Permanent Portfolio in st-ox

Übernimm die Aufteilung 25/25/25/25 direkt ins Rebalancing, wechsle zwischen US- und europäischen ETFs und rechne eine Einmalanlage oder monatliche Sparraten über 1 bis 30 Jahre durch. Kostenlos, ohne Werbung.

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Nur zu Informationszwecken. Keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen oder eine Strategie zu verfolgen. Die Ticker sind Beispiele für Fonds, die die jeweilige Anlageklasse abbilden, keine Empfehlungen.