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GARP-Screener

Wachstum zu einem vernünftigen Preis: profitable, wachsende Unternehmen, bei denen du möglichst nicht zu viel bezahlst. So sucht der Smart Screen von st-ox danach – an 12 Börsenplätzen.

So wird der Score gewichtet – Quality Compounder

Qualität 35 %
Wachstum 25 %
Günstige Bewertung 25 %
Momentum 15 %

Was ist GARP?

GARP – „Growth At a Reasonable Price“, Wachstum zu einem vernünftigen Preis – ist der Mittelweg zwischen reinem Wachstums- und reinem Value-Investing und wird vor allem mit Peter Lynch verbunden. Wer auf Wachstum setzt, zahlt für schnelle Expansion viel; wer auf Value setzt, sucht günstige Aktien. GARP verlangt beides zugleich: echtes, dauerhaftes Wachstum und eine vernünftige Bewertung. Die klassische Kurzformel ist die PEG-Ratio – das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) geteilt durch die Wachstumsrate –, aber ein guter GARP-Screen geht über die PEG-Ratio allein hinaus.

So funktioniert der Screen

Der Smart Screen ist kein einzelner Filter, sondern eine Abfolge von Schritten, die aus einem ganzen Markt eine sortierte Auswahl macht:

  1. Du wählst einen der 12 Märkte.
  2. Die festen Hürden greifen – ein Unternehmen muss jede davon nehmen.
  3. Übrig bleiben nur Aufwärtstrends – Kurs über der 200-Tage-Linie.
  4. Jede verbliebene Aktie bekommt einen Score von 0 bis 100 aus vier Faktoren.
  5. Je Sektor kommen höchstens vier Werte in die Liste, angezeigt werden die besten 25.

Die festen Hürden

Hier gibt es nur Ja oder Nein: Der Screen „Quality Compounder“ verlangt jede dieser Hürden.

Wachstum von Umsatz und verwässertem Gewinn je Aktie jeweils ≥ 10 % gegenüber dem Vorjahr
Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) ≥ 12 %
Bruttomarge ≥ 30 %
Positiver Free Cashflow
Kurs über der 200-Tage-Linie (im Aufwärtstrend)
Börsenwert über der Mindestgröße des Markts (in den USA rund 2 Mrd. $; für jeden Markt eigens festgelegt und außerhalb der USA meist deutlich niedriger); in den USA zusätzlich im Schnitt mindestens 300.000 gehandelte Aktien pro Tag

Die Bewertung ist bewusst keine Hürde, sondern fließt nur in den Score ein. Eine Aktie, die bei Qualität, Wachstum und Momentum stark ist, kann also weit oben stehen, obwohl sie teuer wirkt – prüfe PEG und Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis, bevor du den Preis für vernünftig hältst.

Die vier Faktoren

Was alle Hürden nimmt, bekommt einen Score von 0 bis 100. Jeder Faktor beruht auf Verhältniszahlen, deshalb lässt sich derselbe Score in jeder Währung und an jedem Markt berechnen:

Qualität35 % des Scores

ROIC (nicht nur die Eigenkapitalrendite), Bruttomarge, Free-Cashflow-Marge und eine niedrige Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA – wie gut und wie dauerhaft das Geschäft ist.

Wachstum25 % des Scores

Tatsächlich erzieltes Wachstum von Umsatz und verwässertem Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahr – echte Ergebnisse, keine Hoffnungen der Analysten.

Günstige Bewertung25 % des Scores

PEG und Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis zusammen, damit sich eine hohe Bewertung nicht hinter einer großen Wachstumszahl verstecken kann.

Momentum15 % des Scores

Kursentwicklung über ein Jahr und die Nähe zum 52-Wochen-Hoch – mit geringem Gewicht, damit bei sonst ähnlichen Werten die Aktien vorn liegen, die der Markt schon bevorzugt.

Die Kennzahlen, auf die es ankommt

Zwei Screens mit derselben Idee können sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern, je nachdem, welchen Zahlen sie vertrauen. Der Screen „Quality Compounder“ trifft hier bewusste Entscheidungen:

Nicht nur GARP: vier weitere Stile

„Quality Compounder“ ist der eigentliche GARP-Screen; im selben Smart Screen gibt es vier weitere:

Abgedeckte Märkte

Du kannst den Screen an jedem der zwölf Börsenplätze laufen lassen: USA, London, Paris, Frankfurt (Xetra), Amsterdam, Mailand, Schweiz, Stockholm, Kopenhagen, Helsinki, Tokio und Hongkong. Behalte dabei auch die Bewertung des Gesamtmarkts im Blick – das große Bild für die USA zeigt der Buffett-Indikator.

Häufige Fragen

Was ist ein GARP-Screener?
GARP steht für „Growth At a Reasonable Price“, also Wachstum zu einem vernünftigen Preis – ein Ansatz, den vor allem Peter Lynch bekannt gemacht hat und der Wachstums- und Value-Investing verbindet. Ein GARP-Screener sucht Unternehmen, die tatsächlich wachsen und Gewinn machen, deren Aktien aber nicht so teuer sind, dass das ganze künftige Wachstum schon im Kurs steckt. Er soll sowohl überteuerte Hype-Aktien als auch billige Aktien schrumpfender Unternehmen („Value-Fallen“) vermeiden.
Welche Filter nutzt der Screen „Quality Compounder“?
Jede Aktie muss feste Hürden nehmen: Wachstum von Umsatz und Gewinn je Aktie von jeweils mindestens 10 % gegenüber dem Vorjahr, eine Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) von mindestens 12 %, eine Bruttomarge von mindestens 30 %, einen positiven Free Cashflow, einen Kurs über der 200-Tage-Linie und einen Börsenwert über der Mindestgröße des jeweiligen Markts (in den USA rund 2 Mrd. $). Die verbliebenen Aktien bekommen einen Score von 0 bis 100 aus Qualität, Wachstum, Bewertung und Momentum; je Sektor kommen höchstens vier in die Liste, angezeigt werden die besten 25.
Warum ROIC statt ROE?
Die Eigenkapitalrendite (ROE) lässt sich mit Schulden aufhübschen – ein Unternehmen kann sie allein dadurch steigern, dass es Kredite aufnimmt. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) misst den Ertrag auf das gesamte Kapital im Unternehmen, Fremd- und Eigenkapital zusammen, und zeigt deshalb sauberer, wie gut ein Unternehmen Kapital in Gewinn verwandelt. Außerdem misst der Screen die Verschuldung an der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA statt am Verschuldungsgrad und beurteilt die Bewertung sowohl mit dem PEG als auch mit dem Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis.
Welche Märkte kann ich durchsuchen?
Zwölf Börsenplätze: USA, London, Paris, Frankfurt (Xetra), Amsterdam, Mailand, Schweiz, Stockholm, Kopenhagen, Helsinki, Tokio und Hongkong. Der Score wird überall gleich berechnet, weil er auf Verhältniszahlen und Prozenten beruht statt auf Geldbeträgen; nur die Mindestgröße ist für jeden Markt eigens festgelegt.
Kann ich nach Pennystocks suchen?
Ja, mit einer Einschränkung: Der Screen „Microcap Survivors“ wählt nach Unternehmensgröße aus, nicht nach Aktienkurs – etwa 50 bis 500 Mio. $ Börsenwert (Werte für die USA; andere Märkte haben eigene Grenzen). Aktien zu 10 oder 20 $ sind dort häufig. Er ist anders gebaut als eine übliche Pennystock-Liste: Statt die stärksten Kursbewegungen des Tages zu zeigen, stellt er die Cash-Reichweite nach vorn, also wie viele Quartale das Geld eines Unternehmens beim aktuellen Mittelabfluss noch reicht. In dieser Größe entstehen Verluste meist durch Verwässerung und nicht durch eine falsche These: Ein Unternehmen, das Geld verbrennt, finanziert sich mit neuen Aktien, und dein Anteil schrumpft, selbst wenn das Geschäft gut läuft. Außerdem braucht eine Aktie einen Kurs ab etwa 1 $, echten Umsatz, eine Current Ratio von mindestens 1,5, eine Cash-Reichweite von mindestens acht Quartalen (oder einen positiven Free Cashflow), niedrige Schulden, genug täglichen Börsenumsatz, um handelbar zu sein, und wie bei den anderen Screens einen Kurs über der 200-Tage-Linie – und in den USA sind OTC- und Pink-Sheet-Werte ganz ausgeschlossen. Die meisten Aktien in diesem Bereich scheitern an diesen Hürden, und genau das ist gewollt.
Kann ich Joel Greenblatts Magic Formula nutzen?
Ja, „Magic Formula“ ist einer der fünf Screens im Smart Screen. Er funktioniert anders als der GARP-Screen auf dieser Seite: Statt vier gewichteter Faktoren bekommt jedes Unternehmen über der Mindestgröße mit positivem operativem Ergebnis (ohne Finanzwerte und Versorger) nur zwei Ränge – nach Kapitalrendite und nach Gewinnrendite –, die addiert werden; angezeigt werden die 30 niedrigsten Rangsummen. Es gibt keine Grenze je Sektor und keinen Trendfilter, weil die Formel bewusst gute Unternehmen kauft, die der Markt abgestraft hat. Die Methode, wie st-ox sie berechnet, und Greenblatts eigene Vorbehalte erklärt der Ratgeber zur Magic Formula.
Ist der Aktien-Screener kostenlos?
Ja. Der Smart Screen von st-ox ist kostenlos und ohne Werbung. Er liefert Ideen – einen Ausgangspunkt für deine eigene Recherche –, keine Anlageberatung und keine Empfehlung, eine Aktie zu kaufen.

Der GARP-Screen in st-ox

Wähle einen Markt und den Screen „Quality Compounder“ – in Sekunden bekommst du eine sortierte Auswahl mit den Teilscores für Qualität, Wachstum, Bewertung und Momentum. Kostenlos, ohne Werbung.

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Nur zu Informationszwecken. Keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Die Ergebnisse des Screens sind ein Ausgangspunkt für deine eigene Recherche.