„Buy the Dip“ mit Regeln
„Buy the Dip“ funktioniert nur, wenn du den richtigen Rücksetzer kaufst. So unterscheidest du nach festen Regeln einen gesunden Rücksetzer von einem fallenden Messer – mit genau der Checkliste, nach der st-ox jede Aktie einordnet.
Die eine Regel, auf die es ankommt
Jeder gute Kauf nach einem Rücksetzer läuft auf einen Gedanken hinaus: einen Rücksetzer in einem intakten Aufwärtstrend kaufen – nie ein fallendes Messer. Ein Rücksetzer ist eine starke Aktie, die eine Verschnaufpause einlegt; ein fallendes Messer ist eine schwache Aktie auf dem Weg nach unten, bei der jeder „Dip“ nur noch billiger wird. Auf dem Bildschirm dieselben roten Kerzen, im Ergebnis etwas völlig anderes. Die Aufgabe ist, beides zu unterscheiden, bevor du kaufst, nicht danach.
st-ox macht aus diesem Urteil eine wiederholbare Checkliste und fasst sie für jede Aktie in einem Signal zusammen: „Rücksetzer-Setup“, „Neutral“ oder „Schwacher Trend“. Was genau dahintersteckt, zeigen die folgenden Abschnitte.
Die Checkliste: zwei Fragen
Das Signal stellt zwei getrennte Fragen, statt einfach alle Indikatoren zusammenzuzählen. Erstens: Gibt es einen echten Rücksetzer? Zweitens: Fängt sich der Kurs? Für „Rücksetzer-Setup“ muss eine Aktie beide Fragen mit Ja beantworten. Ein Indikator, der sich nicht berechnen lässt, fällt einfach aus der Wertung seiner Gruppe. Lässt sich keine Stabilisierung messen – etwa bei einem Wert außerhalb der USA ohne Volumendaten –, bleibt das Signal bei „Neutral“.
Gibt es einen echten Rücksetzer?
Fängt sich der Kurs?
So entsteht das Signal
Die beiden Gruppen werden getrennt gezählt, und ihre Kombination bestimmt das Signal:
Ein starker Kursrückgang allein reicht also nie. Ohne ein Zeichen von Stabilisierung bleibt eine fallende Aktie bei „Neutral“ oder „Schwacher Trend“ – die Checkliste erklärt ein fallendes Messer nicht zum Schnäppchen.
Zwei Filter zur Absicherung
Über der Checkliste liegen zwei feste Filter, die ein Signal nur herabstufen, nie heraufstufen können:
Den Ausstieg kennen, bevor du einsteigst
Ein Kauf nach einem Rücksetzer ohne Ausstiegsplan ist nur Hoffnung. Bei „Rücksetzer-Setup“ und „Neutral“ zeigt st-ox bis zu zwei Marken unter dem Kurs, damit du dein Risiko vorher festlegst:
- Ein vorgeschlagener Stopp-Kurs – er liegt um einen Volatilitätspuffer (eine halbe ATR) unter dem Tief der letzten 20 Handelstage, aber mindestens 3 % und höchstens so weit unter dem aktuellen Kurs, wie es dein Trailing-Stop vorgibt (bei einem Trailing-Stop unter 3 % gilt dieser).
- Die Marke, unter der das Setup ungültig wird – 10 % unter der 200-Tage-Linie; darunter gilt der Rücksetzer als fallendes Messer.
Die beiden Marken messen Unterschiedliches – die eine dient dem Risikomanagement, die andere zeigt, ob das Signal noch gilt –, deshalb steht die Marke oben, die näher am aktuellen Kurs liegt. Wird das Setup ungültig, bevor der Stopp-Kurs erreicht ist, zeigt st-ox den Hinweis „Fragiles Setup“: Das Signal steht dann auf wackligen Beinen.
Wann es nicht passt
Die ganze These setzt darauf, dass eine Aktie im Trend zu ihrem Mittelwert zurückkehrt. Für gehebelte und inverse ETFs passt das schlicht nicht. Sie werden täglich neu gewichtet und sind pfadabhängig; bei schwankenden Kursen kostet sie das laufend Wert – ein tiefer Kurs ist dort kein Schnäppchen, sondern oft schlicht eine Folge der Produktkonstruktion. st-ox zeigt für sie lieber kein Signal als ein irreführendes.
So nutzt du es in st-ox
Aktien in deinem Depot, auf deinen Watchlists und im Smart Screen tragen einen farbigen Signalpunkt, und die Detailansicht zeigt das ganze Signal: welche Regeln der Checkliste erfüllt sind, welcher Filter gegebenenfalls greift, den vorgeschlagenen Stopp-Kurs und die Marke, unter der das Setup ungültig wird. Es ist dieselbe Disziplin, einheitlich auf jeden Ticker angewandt – auch auf Treffer aus dem GARP-Screener, sodass du erst ein gutes Unternehmen findest und dann einen vernünftigen Einstieg abpasst.
Häufige Fragen
Was bedeutet „Buy the Dip“?
Wie unterscheidet man einen Rücksetzer von einem fallenden Messer?
Welche Indikatoren nutzt das Dip-Signal?
Funktioniert „Buy the Dip“ wirklich?
Eignet sich „Buy the Dip“ für gehebelte oder inverse ETFs?
Das Dip-Signal in st-ox
Öffne die Detailansicht einer Aktie und sieh dir ihr Signal an – „Rücksetzer-Setup“, „Neutral“ oder „Schwacher Trend“ – mit der ganzen Checkliste, den Filtern und einem vorgeschlagenen Stopp-Kurs, für Aktien aus den USA, Europa und Asien. Kostenlos, ohne Werbung.
st-ox kostenlos öffnen →Nur zu Informationszwecken. Keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Das Signal folgt festen Regeln; technische Signale können versagen, und sie tun es immer wieder. Das Risiko trägst und steuerst du selbst.